H-Blockx und Kopek

H-Blockx

Wer es wie die H-Blockx schafft, die Nürnberger ohne langes Bitten zum leidenschaftlichen Mitsingen zu bewegen, darf sich durchaus etwas darauf einbilden. Die Mannen um Sänger Henning dankten es dem Publikum mit einer gut gelaunten und kraftvollen Show, in der sie von der ersten Sekunde an permanenten Kontakt zu den dicht gedrängten Fans suchten. Die Interaktion mit dem Publikum ist ja eine der Stärken der H-Blockx, die sie in einem Club wie dem Hirsch optimal ausspielen konnten. Das war vermutlich auch der Grund für den eher ungewöhnlichen Einsatz des Lichts – anstatt die Band anzustrahlen und einen farbigen Hintergrund zu liefern, sorgten die Scheinwerfer für ein bestens ausgeleuchtetes Publikum (und Gegenlicht-Fotos…) Am Ende dürfte es unentschieden ausgegangen sein, ob Henning oder das Publikum den größeren Anteil an den Gesangsparts hatten. Die Setlist spannte den Bogen vom Debüt bis zu neueren Stücken, “Risin’ high” oder “Move” dürfen natürlich ebenso wenig fehlen wie “Ring of fire” – etwas überraschend kam das Johnny Cash-Cover als klassischer Rausschmeißer und letzte Zugabe relativ früh. Schon nach nicht mal eineinhalb Stunden war Schluss.

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Selten drängeln sich die Nürnberger schon bei der Vorband in den Hirsch, Kopek haben das scheinbar mühelos geschafft. Dabei war es draußen noch relativ warm, am Wetter dürfte es also nicht gelegen haben. Wahrscheinlich ist es einfach der schwermütige, aber sehr sympathische Rock, den die drei Iren schnörkellos und Energie geladen präsentieren, was sich mittlerweile herum gesprochen haben dürfte. Der Insel-Dreier geht gut ab, setzt auf tolle Melodien und die starke Stimme von Daniel Jordan, der man sich nur schwer entziehen kann. Im Vorfeld wirkte die Verpflichtung von Kopek als Anheizer für die H-Blockx vielleicht etwas ungewöhnlich, war aber augenscheinlich goldrichtig: Das Publikum ging gut mit und feierte die Vorband, was im Hirsch bei weitem nicht jeder Vorband glückt. Kopek haben mit ihrem Auftritt bestmögliche Werbung für ihr Album “White collar lies” gemacht, das ich jedem Fan von erdiger irischer Rockmusik ans Herz legen möchte. 

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