Crematory und Maerzfeld [Konzert-Bericht]

Crematory

Crematory sind DIE deutsche Gothic Metal-Band schlechthin und nach all den Jahren noch immer eine Wucht, besonders live. Das stellte die sympathische und gut gelaunte Truppe bei ihrem Konzert im Hirsch in Nürnberg am 5. August 2012 unter Beweis, als sie den tropischen Temperaturen zum Trotz von Beginn an Vollgas gaben. Mit alten und neuen Songs wie „Fly“, „Tears of Time“ oder „Höllenbrand“ konnte natürlich nichts anbrennen, Band wie Publikum hatten sichtlich Spaß an diesem Abend. Auch der Sound war in Ordnung, so dass Crematory ihre Stärken voll ausspielen konnten. Die Grunts von Felix und der melodiöse Gesang von Matthias wechselten sich ab, jedes Instrument war gut zu hören und alle Songs kamen druckvoll rüber.

Schön auch, dass Crematory sich ihre Lockerheit bewahrt haben. Besonders Felix hat von der ersten Sekunde an den direkten Draht zum gut gelaunten Publikum und sorgt zwischen den Songs für Stimmung – indem er sich zum Beispiel den in Strömen fließenden Schweiß demonstrativ mit einem Tokio Hotel-T-Shirt abwischt. Oder indem er den Nürnberger Schwarzkitteln rät, angesichts der Hitze viel zu trinken. “Nur Wasser, natürlich. Oder Cola.” Sagt’s und nimmt einen großen Schluck Cola aus seinem Becher. “Schmeckt aber komisch”, bemerkt Felix grinsend. “Steht ja auch schon ‘ne Weile rum”, ergänzt Matthias. Besser gesagt: Die Cola stand wohl zu dicht neben der Jack Daniels-Flasche, aus der sich Felix gerne in den Gesangspausen bedient.

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Maerzfeld

Der Auftritt von Crematory im Hirsch in Nürnberg war auch wegen Maerzfeld durchaus gelungen. Die Band besteht aus den gleichen Musikern, die als Stahlzeit eine Rammstein-Hommage mit viel Feuerwerk veranstalten. Im Hirschen waren Maerzfeld mit ihren eigenen Songs unterwegs, die stilistisch auch in der neuen deutschen Härte angesiedelt sind. Pyros gab es keine, im Hirsch war es eh schon heiß genug, außerdem ist der Club zu klein für derlei Spektakel. Maerzfeld mühten sich redlich, die wenigen anwesenden Fans zu unterhalten, doch der eher miese Sound erschwerte diese Aufgabe. Dennoch, der Auftritt war gelungen, die Band kann nicht nur als Rammstein-Tribbute punkten, sondern auch mit eigenem Material.

 

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